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Kanal - Rohr - Expo: News |
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Insituform |
Eine runde Sache – Großprofil in Bergheim erfolgreich saniert Nach Auswertung der wichtigsten technischen und wirtschaftlichen Kenndaten erhielten die Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH den Auftrag zur Sanierung der beiden überdurchschnittlich langen Haltungen. Das Insituform-Verfahren verfügt u.a. über die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), über ein RAL-Gütezeichen 961 der Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau sowie über eine Zulassung zum Fachbetrieb Abwassertechnik und ist für die Sanierung von Großprofilen in besonderer Weise geeignet. Die Stadtwerke Bergheim können bereits auf eine langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Sanierungsspezialisten aus Röthenbach zurückblicken, in deren Verlauf bereits sehr schwierige Projekte mit ausgezeichneten qualitativen Eckdaten zusammen abgearbeitet werden konnten. Mit dem Insituform-Schlauchlining Verfahren können nahezu alle Profile (Kreis-, Ei- und Sonderprofile) und Nennweiten (DN 100 bis DN 2000) grabenlos saniert werden. Die Inversionstechnik ermöglicht das Durchfahren mehrerer hintereinander liegender Haltungen, auch mit unterschiedlichen Dimensionen. Als Schlauchträger wurde für die Sanierungsarbeiten in Bergheim ein Polyester-Nadelfilz verwendet. Dieser wird auf den Innendurchmesser der zu sanierenden Kanalhaltung mit einer nach statischer Berechnung festgelegten Wanddicke gefertigt. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung von Wanddicken zwischen 3 mm und 50 mm. In Bergheim kann dem zu sanierenden Betonrohr aufgrund der vorliegenden Schadensbilder gemäß ATV Arbeitsblatt 127, Teil 2 „Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserkanälen und –leitungen mit Lining- und Montageverfahren“ der Altrohrzustand II zugeordnet werden. D.h. das Altrohr-Bodensystem ist allein tragfähig. Es liegen jedoch Längsrisse mit geringer Rohrverformung vor. Somit musste die statisch erforderliche Wanddicke bei dieser Sanierungsmaßnahme 21 mm betragen. Als Harz wurde ein abwasserbeständiger UP-Harz eingesetzt, ein Produkt, das eine vollständige Aushärtung auch in feuchter Umgebung und eine breit gefächerte chemische Resistenz garantiert. Die in Bergheim einzubauenden Liner wurden werkseitig in Geschwenda (Thüringen) imprägniert und auf Tiefladern auf die Baustelle angeliefert. Nachdem alle vorbereitenden Arbeiten rund um den Sanierungsbereich abgeschlossen waren, wurde zunächst ein Folien-Schlauch, ein Pre-Liner, eingebaut. Der flexible Schlauchliner wird dann über die vorhandene Baugrube in die schadhafte Rohleitung inversiert. Eine konstante Druckbeaufschlagung des Schlauchliners gewährleistet die formschlüssige Auskleidung (close-fit) des Rohres. Die kontrollierte Aushärtung erfolgt klassisch nach der Warmhärtemethode, in Bergheim wurde eine Wasserhärtung durchgeführt. Mit den Sanierungsarbeiten wurde Anfang Dezember 2007 begonnenen. Vor Baubeginn wurden die zu sanierenden Haltungen mittels Hochdruckspülverfahren gereinigt, alle einragenden Scherben wurden beseitigt, der Kanal wurde vorprofiliert. Eine besondere Herausforderung logistischer Natur bestand in der Koordination zahlreicher Schwertransporte in dem relativ beengten Baustellenbereich. Der rund 34 t schwere Schlauch wurde mittels Tieflader in Bergheim angeliefert, wo er von einem Mobilkran auf den Inversionsturm gehoben wurde und von hier über ein Förderband in den Kanal inversiert wird. Als zusätzliche logistische Herausforderung kam hinzu, dass das für den Inversionsvorgang erforderliche Prozesswasser, welches aus der benachbarten 150er Ringleitung entnommen werden sollte, für einen zügigen Schlaucheinbau nicht ausreichte. Ca. 250 m3 Wasser für den 1. Schlauch sowie ca. 300 m3 Wasser für den 2. Schlauch wurden jeweils in kürzester Zeit für die Inversionen benötigt. Das zusätzlich benötigte Wasser musste daher von 2 Sattelaufliegern „just in time“ auf der Baustelle angeliefert werden. Das Aufheizen des Wassers mit Hilfe von drei mobilen Heizanlagen dauerte ca. 10 Stunden, die eigentliche Inversionen rund 6 Stunden. Ca. 10 Stunden muss die Prozesstemperatur von 80 °C gehalten werden, bis der Aushärtevorgang vollständig abgeschlossen ist. Das abgekühlte Prozesswasser konnte dann in einen 200 m entfernten Mischwasserkanal gepumpt werden. Der Aushärtvorgang wurde nach Vorgaben des Auftraggebers exakt kontrolliert und dokumentiert. Der genaue Temperaturverlauf während der Aufheiz- und auch der Abkühlphase wurde messtechnisch erfasst und dokumentiert. Im Bereich des Start- und Zielschachtes wurden Thermofühldrähte positioniert, mit denen die Temperatur beim Aufheizen und Aushärten des Schlauches gemessen wurde. Nach Aushärtung und Abkühlung des Schlauchliners wurden alle zuvor exakt eingemessenen Schächte und Anschlussleitungen innerhalb der sanierten Strecke wieder geöffnet. Weitere Informationen: Insituform
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Redaktion:
Dipl. oec. Andreas Sicking - Kanal-Rohr-Expo -
Postfach 340103 -
45073 Essen |
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